Reibekäse – Sorten, Verwendung, Tipps & Rezepte 

Ein kleiner Haufen geriebener Weißkäse, perfekt für Käseschmelzen, wird auf eine glatte, reflektierende Oberfläche mit einem schlichten hellgrauen Hintergrund gelegt.

Reibekäse ist ein vielseitiger Küchenhelfer, der in vielen Gerichten für extra Geschmack und Textur sorgt. Ob auf Pizza, in Pasta oder zum Überbacken – der geriebene Käse verleiht Speisen eine cremige und aromatische Note. Dabei gibt es eine große Auswahl an Käsesorten, die sich zum Reiben eignen, von mildem Gouda bis hin zu würzigem Parmesan. Der richtige Reibekäse kann den Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden Gericht ausmachen. In dieser Übersicht erfährst du alles Wichtige über die verschiedenen Sorten, die besten Einsatzmöglichkeiten und Tipps zur Lagerung von Reibekäse. 

Was ist Reibekäse? 

Reibekäse ist Käse, der in feine oder grobe Streifen gerieben wird und häufig als Zutat in der Küche verwendet wird. Dieser Käse kommt in verschiedenen Käsesorten vor, wie z.B. Gouda, Emmentaler, Mozzarella oder Parmesan und kann je nach Sorte unterschiedliche Geschmacksprofile und Schmelzeigenschaften haben. 

Er wird hauptsächlich zum Überbacken von Gerichten wie Aufläufen, Gratins, Pizza oder Pasta verwendet, da er beim Erhitzen schmilzt und eine goldene, knusprige Kruste bildet. Der Begriff „Reibekäse“ umfasst dabei sowohl Sorten, die mild und cremig sind, als auch solche, die würzig und intensiv schmecken. 

Verwendung von Reibekäse – die besten Einsatzbereiche 

Ein Stück heiße, käsige Pizza mit frischem Gemüse und klebrigem Reibekäse wird aus der ganzen Pizza gehoben, wobei sich der geschmolzene Käse ausbreitet. Die Pizza liegt auf einem beigen Tuch auf einem rustikalen Holztisch.

Reibekäse ist in der Küche ein echter Allrounder und wird in einer Vielzahl von Gerichten verwendet, um Geschmack, Textur und eine cremige Konsistenz zu verleihen. Hier sind einige der gängigsten Einsatzmöglichkeiten: 

  1. Gratins und Aufläufe: Reibekäse bildet beim Überbacken eine goldbraune, knusprige Kruste. Besonders gut eignen sich Gruyère und Emmentaler
  2. Pizza: Auf Pizza darf Reibekäse nicht fehlen. Mozzarella ist die klassische Wahl – elastisch, cremig und perfekt schmelzend. Für intensiveren Geschmack können Parmesan oder Cheddar ergänzt werden.
  3. Pasta:  Parmesan, Pecorino und Gouda sorgen für ein würziges Finish oder eine cremige Sauce.
  4. Saucen & Suppen: Cheddar oder Gorgonzola intensivieren Saucen, während geriebener Käse Suppen reichhaltiger macht.
  5. Toppings: Reibekäse eignet sich als Topping für Nachos, Tacos, Salate, Gemüse oder Ofenkartoffeln.

Arten von Reibekäse auf einen Blick 

Es gibt eine Vielzahl von Käsesorten, die sich zum Reiben eignen und jede bringt ihre eigenen Aromen und Eigenschaften mit. Hier sind einige der beliebtesten Arten von Reibekäse: 

  1. Mozzarella:  

Geschmack: Mild, cremig 
Einsatz: Ideal für Pizza, Lasagne und Aufläufe 

Eigenschaften: Schmilzt hervorragend, bildet eine elastische Konsistenz 

  1. Parmesan

Geschmack: Würzig, leicht nussig 

Einsatz: Perfekt für Pasta, Risotto und Salate 

Eigenschaften: Hart und trocken, lässt sich fein reiben, schmilzt weniger gut 

  1. Gouda

Geschmack: Mild bis leicht nussig (je nach Reife) 

Einsatz: Vielseitig verwendbar, z.B. für Aufläufe, Sandwiches, Gratin 

Eigenschaften: Schmilzt gut, mittelfest 

  1. Emmentaler

Geschmack: Mild bis nussig 

Einsatz: Für Fondue, Gratins, Croques 

Eigenschaften: Gute Schmelzeigenschaften, mittelhart 

  1. Cheddar

Geschmack: Intensiv, leicht säuerlich 

Einsatz: Für Käsesaucen, Burger, Mac and Cheese 

Eigenschaften: Schmilzt gut, je nach Reifegrad fester oder cremiger 

  1. Gruyère

Geschmack: Würzig, leicht fruchtig 

Einsatz: Für Gratins, Fondue, Quiche 

Eigenschaften: Schmilzt sehr gut, mittelhart 

  1. Pecorino

Geschmack: Würzig, kräftig, leicht salzig 

Einsatz: Für Pasta, besonders in italienischen Gerichten wie Carbonara 

Eigenschaften: Hart und trocken, ähnlich wie Parmesan 

  1. Edamer

Geschmack: Mild, leicht säuerlich 

Einsatz: Für Aufläufe, Gratins, Sandwiches 

Eigenschaften: Mittelfest, gute Schmelzeigenschaften 

  1. Gorgonzola

Geschmack: Intensiv, kräftig, leicht scharf 

Einsatz: Für Käsesaucen, Risotto, Pizzas 

Eigenschaften: Schmilzt gut, cremig 

  1. Appenzeller

Geschmack: Kräftig, würzig 

Einsatz: Für Gratins, Raclette, Fondue 

Eigenschaften: Schmilzt sehr gut, mittelfest 

Welcher Reibekäse eignet sich am besten zum Überbacken? 

Auf einem Holztisch steht eine Schüssel mit gebackener Pasta mit Käse, geröstetem Butternusskürbis, Salbeiblättern und gehackten Haselnüssen – garniert mit geschmolzenem Mozzarella, umgeben von einer Serviette, Pfeffer, Besteck und zusätzlichen Haselnüssen.

Zum Überbacken eignen sich besonders gut Mozzarella, Gouda und Emmentaler, da sie hervorragend schmelzen und eine goldbraune Kruste bilden. Mozzarella sorgt für eine elastische Konsistenz, während Gouda und Emmentaler eine leicht nussige Note hinzufügen. Cheddar bringt intensiveren Geschmack und schmilzt ebenso gut, ideal für Aufläufe und Gratins. Für extra Würze kann Parmesan in Kombination verwendet werden, um eine knusprige Kruste zu erzeugen. Eine Mischung dieser Käsesorten ergibt ein optimales Ergebnis, das sowohl cremig als auch aromatisch ist. 

Warum schimmelt geriebener Käse schneller? 

Eine Packung Kerrygold Auflaufkäse Mozzarella liegt auf einer hölzernen Küchentheke, umgeben von geriebenem Käse, Tomaten, Kräutern und einer gebackenen Auflaufform im Hintergrund.

Geriebener Käse hat eine größere Oberfläche und kommt stärker mit Luft und Feuchtigkeit in Kontakt. Dadurch haben Schimmelsporen optimale Wachstumsbedingungen. Auch das beim Reiben entstehende Kondenswasser fördert Schimmelbildung.

Die besten Rezepte mit Reibekäse

Ein Teller mit Baked Beans Toast besteht aus zwei Scheiben geröstetem Brot mit gebackenen Bohnen, gehackten roten Paprikaschoten und geschmolzenem Cheddar, neben einem Glas Wasser, einer Gabel und verstreutem geriebenem Käse auf einem rustikalen Holztisch.
Zubereitungszeit: 35 Min
Schwierigkeit: einfach
Portionen: 2 Portionen
Zum Rezept
Bruschetta-Scheiben mit Tomaten und geschmolzenem Käse werden auf einem Holzbrett angerichtet und mit Basilikumblättern garniert. Olivenöl, Salz, eine Pfeffermühle und ein Teller mit Besteck runden die rustikale Tischdekoration ab.
Zubereitungszeit: 25 Min
Schwierigkeit: einfach
Portionen: 4 Portionen
Zum Rezept
Ein gebackener Broccolini-Auflauf mit Cheddar liegt in einer weißen Schale auf einem Holzschneidebrett. Daneben liegt geriebener Cheddar verstreut. In der Ecke steht „Aus unserem TV-Spot“.
Zubereitungszeit: 55 Min
Schwierigkeit: einfach
Portionen: 4 Portionen
Zum Rezept

FAQ

Woraus besteht Reibekäse? 

Reibekäse besteht aus geriebenem Hart- oder Schnittkäse, oft gemischt mit einem Trennmittel wie Stärke, um das Verklumpen zu verhindern. 

Wie viele Kalorien hat geriebener Käse? 

Der Kaloriengehalt von geriebenem Käse variiert je nach Käsesorte, liegt aber im Durchschnitt bei etwa 300 bis 400 Kalorien pro 100 Gramm. 

Enthält geriebener Käse Laktose? 

Ja, geriebener Käse enthält Laktose, jedoch in unterschiedlichen Mengen, je nach Käsesorte. Hartkäse wie Parmesan hat in der Regel einen sehr niedrigen Laktosegehalt, während weicherer Käse mehr Laktose enthalten kann. 

Wie lange ist geöffneter Reibekäse haltbar? 

Geöffneter Reibekäse ist im Kühlschrank in der Regel etwa 1 bis 2 Wochen haltbar. Es ist wichtig, ihn in einem luftdichten Behälter aufzubewahren und regelmäßig auf Anzeichen von Schimmel oder ungewöhnlichem Geruch zu prüfen. 

Kann man Reibekäse roh essen? 

Ja, Reibekäse kann roh gegessen werden. Viele Menschen verwenden ihn direkt als Topping für Salate, in Sandwiches oder als Snack. Achte darauf, dass der Käse frisch ist und keine Anzeichen von Schimmel oder Verderb aufweist. 

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